03.27.2020

3 Ansätze für den Umstieg auf TCF 2.0

Cecilia N’zaou, Product Marketing Manager

Woman looking at chart on glass

Wie Sie wahrscheinlich bereits gehört haben, hat das IAB Europe nach einer Phase der Beratung angekündigt, eine neue Version des Transparency & Consent Framework (TCF) einzuführen. In den letzten 18 Monaten hat sich das IAB mit verschiedensten Stakeholdern aus der Community an Publishern, Werbetreibenden und Aufsichtsstellen unterhalten. Dabei ging es um mögliche Verbesserungen des Regelwerks und seinen praktischen Nutzen für die Community. Mithilfe dieses Feedbacks wurde die Version 2.0 des TCF entwickelt. Sie bietet Verbrauchern mehr Transparenz und Wahlmöglichkeiten und Publishern mehr Kontrolle. Die „berechtigten Interessen“ aus der Datenschutz-Grundverordnung werden darin berücksichtigt und Widerspruchsrechte sind jetzt nutzerfreundlicher gestaltet.

Während in den USA mit dem CCPA am 1. Januar 2020 eine neue Datenschutzverordnung in Kraft getreten ist, werden europäische Nutzer ihre Privatsphäre im Internet unter TCF 2.0 weiter geschützt sehen. Zumindest ist dies das Ziel des TCF 2.0 (und natürlich der Datenschutz-Grundverordnung).

Was ändert sich also mit der Version 2.0 des TCF?

Das Transparency & Consent Framework (TCF) kommt in der Version 2.0 ab dem 15. August 2020 zum Einsatz. Von diesem Datum an erwartet das IAB Europe von allen Stakeholder, dass sie den Wechsel von Version 1.1 auf Version 2.0 einleiten. Die Umstellung muss bis zum 30. September 2020 vollzogen sein.

Hauptunterschiede zwischen TCF 1.1 und 2.0

Abgesehen von der Ausdehnung von 5 auf 10 detaillierte Zwecke besteht die wichtigste Änderung für Publisher darin, dass sie nun wählen können, wie jeder ihrer Ad-Tech-Partner die Daten ihrer Nutzer verarbeiten kann. Zuvor hatten Publisher keine Möglichkeit, individuelle Regeln für einzelne Zwecke oder einzelne Vendoren festzulegen. Die Auswahl der Zwecke galt für alle Anbieter, denen ein Benutzer zugestimmt hat, gleichermaßen.

Was das für Publisher bedeutet


1. Holen Sie die Zustimmung Ihrer Nutzer neu ein

Mit dem neuen Regelwerk gehen wir nochmal zum Anfang zurück. Publisher müssen ihren Nutzern mit der Anwendung von TCF 2.0 die neuen Zwecke mitteilen. Es liegt auf der Hand, dass sich mit der Erweiterung von 5 auf 10 Zwecken eine Optimierung der Nutzererfahrung im Einwilligungsprozess empfiehlt. Ziel ist, die Zustimmungsrate so hoch wie möglich zu halten.

2. Stellen Sie rechtzeitig auf TCF 2.0 um – spätestens bis 30. September 2020

Das neue Transparency & Consent Framework wird am 15. März 2020 eingeführt. Ab diesem Moment gibt das IAB Europe den Stakeholdern sechs Wochen Zeit, um von Version 1.1 auf Version 2.0 umzustellen. Die Übergangszeit soll Publishern ausreichend Zeit für die Planung und Umsetzung des TCF 2.0 geben. Die Umstellung auf Version 2.0 sollte nicht hinausgezögert werden, um keine Verluste bei den Werbeerträgen zu riskieren (insbesondere, falls der Zustimmungsprozess über den 30. September 2020 hinausreicht). In einer Umfrage, die wir im Januar 2020 unter DSPs, mit denen wir zusammenarbeiten, durchgeführt haben, antworteten die meisten Anbieter, dass sie während der Übergangszeit sowohl TCF 1.1, als auch TCF 2.0 unterstützen werden. Andere Anbieter im Ökosystem können dies jedoch unterschiedlich handhaben.

3. Arbeiten Sie mit einer beim IAB registrierten CMP

Seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung ist die im Markt aktive Zahl an Consent Management Platforms stark gestiegen. Die Zusammenarbeit mit einer CMP, die beim IAB eingetragen ist, bietet Vorteile: Sie registrieren sich damit gleichzeitig für das TCF und erfüllen die Kriterien des CMP Compliance Programme des europäischen IAB. Unter folgendem Link können Sie die aktualisierte Liste einsehen: https://iabeurope.eu/cmp-list/.

Als aktives Mitglied des IAB und seines TCF-Steuerungsausschusses setzt sich Verizon Media für eine Einführung des TCF 2.0 ein, die im Einklang mit unseren Unternehmenswerten Vertrauen und Innovation steht. Der Schutz von Nutzerdaten steht dabei im Zentrum. Das neue Framework wird auf allen unseren Ad-Plattformen und Publisher-Angeboten umgesetzt und angewendet.

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